|
Leichtathletik: Hamburg Marathon |
|
|
|
|
Geschrieben von Holger Deifuß
|
|
Dienstag, 24. Mai 2011 |
Hitzeschlacht beim Hamburg Marathon!„Meine Mama ist am Ende im Ziel“ – diesen Slogan, in dem die Wörter „am Ende“ nachträglich durchgestrichen worden sind, hat ein bekannter deutscher Sportbekleidungshersteller auf Tausende von T-Shirts drucken lassen, die in Kindergröße beim Hamburg-Marathon verkauft wurden. Die T-Shirts waren der absolute Renner, nur hofften die Marathon laufenden Eltern, dass die textile Wortspielerei sich nicht bewahrheiten würde. Tat sie aber – und das beileibe nicht nur für die laufenden Mamas, nein, auch für die Papas und die Frauen und Männer ohne Kinder. Die rund 16.000 Teilnehmer des Hamburg-Marathons kamen bei schönstem Freibadwetter mächtig ins Schwitzen. Selbst die Spitzenläuferinnen und –läufer aus Afrika mussten Abstriche machen. Die recht schwachen Siegerzeiten sind ein deutliches Indiz.
Die drei Starter aus der Schlossgemeinde im Trikot des FC Nordkirchen, Christine Jücker-Deifuß, Bernd Bechtloff und Andreas Raesfeld, hatten die für Ausdauersport im Freien ungünstigen äußeren Bedingungen bereits geahnt, aber dass es so schlimm kommen würde, damit hatten sie nicht gerechnet.
So war es nicht weiter verwunderlich, dass alle drei heimischen Marathonis auf der Strecke einen mehr oder minder heftigen Einbruch hatten. Noch am besten kam Bernd Bechtloff mit den Bedingungen in der Hansestadt zurecht. Allerdings konnte auch er nicht sein Ziel, die 3:30 Stunden deutlich zu unterbieten, erreichen. Am Ende blieb die Uhr im Zielkanal auf dem Heiligengeistfeld bei 3:46,58 Stunden stehen. Das bedeutete in der Endabrechnung den 2671. Rang insgesamt sowie Platz 133 in der Altersklasse M55. Christine Jücker-Deifuß hatte mit diesem Rennen „noch eine Rechnung offen“, hatte sie doch vor 22 Jahren in Hamburg bei ähnlichen Bedingungen ihren bislang einzigen Lauf über die klassische Distanz aufgeben müssen. Dass es so schwierig werden würde, diese Rechnung zu begleichen, damit hatte die erfahrene Marathonläuferin allerdings nicht gerechnet. Auf der zweiten Streckenhälfte musste sie einen beträchtlichen Zeitverlust in Kauf nehmen und am Ende sogar noch das Tempo forcieren, um unter vier Stunden zu bleiben. Mit 3:59,03 Stunden unterbot sie diese Marke letztlich dann noch sicher. Bei den im Rahmen dieses Stadt-Marathons ausgetragenen deutschen Meisterschaften kam die Altersklassenläuferin auf den 122. Platz insgesamt. In der W40 sah das Ergebnis mit Rang 22 dann wesentlich freundlicher aus. Am meisten freute sich über seinen Zieleinlauf Andreas Raesfeld, der wegen massiver orthopädischer Probleme schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, überhaupt an der Startlinie zu stehen. Aber auf einen Versuch wollte er es auf jeden Fall ankommen lassen und als „Antek“ bei km 11 an den Landungsbrücken mit einem Lächeln auf den Lippen schmerzfrei seine Frau passierte, da war klar, dass er versuchen würde durch-zulaufen. Zugute kam ihm, dass er schon von Beginn an ein moderates Tempo gewählt hatte. So erreichte Raesfeld das Ziel nach genau 4:11,31 Stunden auf Platz 4783 im Gesamteinlauf. In der M50 landete der Nordkirchener auf Platz 577. Trotz der Strapazen zeigten sich alle drei heimischen Starter beeindruckt von der abwechslungsreichen Strecke und besonders von dem enthusiastischen Publikum, das die Sportler unermüdlich anfeuerte.
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben. Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich. Powered by AkoComment! |
|
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Mai 2011 )
|