Samstag, 17. November 2018

FC Nordkirchen - Mengede 08-20 30.09.18

Florian Fricke vergibt erst Strafstoß und köpfte dann den FC Nordkirchen zum Sieg

Nordkirchen erkämpft sich gegen Mengede einen echten Arbeitssieg. Der Mann des Spiels vergab erst einen Strafstoß, am Ende köpfte er seine Mannschaft

Florian Fricke (r.) verschoss erst einen Elfmeter, dann machte er den Fehlschuss mit einem Tor kurz vor Schloss zum Sieg wieder gut. © Patrick Fleckmann

 

Bezirksliga 8
FC Nordkirchen – Mengede 2:1 (0:0)

 

FCN: Sandhowe - Fricke, Vennecker, Tüns, Drees (46. Trawinski), Bröer, Lünemann (77. Eroglu), Fritsche, Schwick, Krüger, Mrowiec (46. Lorenz)
Tore: 1:0 Trawinski (60.), 1:1 Diwisch (80.), 2:1 Fricke (90.)

 

 

Kitschiger geht es kaum: Erst versemmelt der Nordkirchener Abwehrspieler Florian Fricke schon nach vier Minuten einen Elfmeter, dann köpft er seine Mannschaft in letzter Minute zum 2:1-Heimsieg. Dabei hätte alles so leicht sein können, denn das Spiel startete für Nordkirchen eigentlich perfekt. Bereits nach vier Minuten erlief FCN-Stürmer Daniel Krüger einen langen Ball, legte ihn am Mengeder Torwart Nico Piskorz vorbei und wurde dann von diesem gefällt. Den fälligen Elfmeter schoss Fricke halbhoch in die linke Ecke, doch dahin sprang auch Piskorz und fischte den Ball aus dem Eck.

Danach war die anfängliche Frische der Nordkirchener verflogen. Immer wieder blieben die schnellen Offensivspieler an der guten Mengeder Defensive hängen oder verzettelten sich in Dribblings. Nur selten kamen die Gastgeber so gefährlich zum Abschluss wie in der 20. Minute, als erneut Krüger nach einem Ball aus der Abwehr alleine vor Piskorz auftauchte, doch wieder hielt der Schlussmann gut.

So kamen die Dortmunder Gäste immer besser ins Spiel und gewannen im Laufe der ersten Halbzeit allmählich die Überhand im Mittelfeld. „Zum Ende der ersten Halbzeit haben wir den Zugriff verloren und Mengede zu viel Platz gegeben“, so der Nordkirchener Trainer Issam Jaber. Folgerichtig kam Mengede dann kurz vor dem Pausenpfiff auch zu seiner besten Chance, aber Tim Gebauer schlenzte den Ball aus knapp zwölf Metern links am Tor vorbei (42.).

In der Halbzeitpause reagierte Jaber dann darauf, dass seine Mannschaft das Spiel zusehends aus der Hand gab. Er brachte mit Raphael Lorenz und Patrick Trawinski zwei neue Offensivkräfte und richtete seine Mannschaft offensiver aus. „Die Idee war es, schon direkt zur zweiten Halbzeit offensiver zu spielen, um noch genug Zeit für ein Tor zu haben“, so Jaber.

Durch die Umstellungen ergaben sich für die Nordkirchener im zweiten Durchgang auf Außen oft Überzahlsituationen. Vor allem das Duo Lünemann-Lorenz auf der rechten spielte sich häufig gefährlich vors Tor. Immer wieder hinterlief Dominick Lünemann seinen Vordermann auf der rechten Seite und eröffnete sich selbst große Räume. In der 52. Minute ergab sich dadurch eine erste große Chance, doch die Hereingabe von Lünemann prallte an den Innenpfosten. Kurz darauf machte er es noch besser. Erneut auf der rechten Seite durchgebrochen, spielte Lünemann diesmal auf den langen Pfosten durch. Dort lauerte Patrick Trawinski und schob zur 1:0-Führung ein (60.). Danach schien Nordkirchen das Spiel wieder im Griff zu haben und erspielte sich weitere gute Tormöglichkeiten. Doch dann kam Mengede aus dem Nichts zum Ausgleich. Ein hoher Ball rutschte zu Lukas Diwisch durch und der bugsierte ihn über die Linie (80.).

 Also mussten die Nordkirchener wieder anrennen. Und das taten sie, allerdings ohne noch einmal richtig gefährlich zu werden. Bis Fricke das etwas kitschige Drehbuch perfekt machte: Eine Freistoßflanke von Robin Schwick verlängerte er ins lange Eck und wurde so vom „Elfer-Depp“ zum Held des Tages für die Nordkirchener.

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