Dienstag, 12. Dezember 2017

Bezirksliga 8

Jonas Wilde verabschiedet sich vom FC Nordkirchen

Drei Jahre lang war Jonas Wilde aus dem Nordkirchener Mittelfeld nicht wegzudenken. Nun hat sich Wilde vom Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen mitten in der Saison verabschiedet, könnte aber doch noch einmal zum Einsatz kommen.

 
  • Jonas Wilde (l.) spielte beim FC Nordkirchen im Mittelfeld und in der Nordkirchener Abwehrzentrale.

    Jonas Wilde (l.) spielte beim FC Nordkirchen im Mittelfeld und in der Nordkirchener Abwehrzentrale. Foto: Reith

     

Jonas Wilde bestätigte am Montag, dass er Nordkirchen verlässt. „Ich ziehe nach Köln zum Studium“ sagte der 25-Jährige. An der Deutschen Sporthochschule plant er, Sportwissenschaften zu studieren. Zuvor hatte er eine kaufmännische Ausbildung bei Viehhandel Venneker, Nordkirchens Hauptsponsor, absolviert. Die hat er nun abgeschlossen. Jetzt folgt das Studium.

Stiller Abschied

Der Abschied vom Fußball-Bezirksligisten erfolgte still. Schon seit fünf Wochen stand Wilde nicht mehr in der Aufstellung. Wilde war vor vier Jahren unter Trainer Heiko Ueding nach einem Auslandsjahr in Australien ans Schloss gewechselt. Zuvor war der gebürtige Lüdinghauser für den SV Herbern in der Westfalen- und Landesliga gespielt – eine echte Verstärkung also damals für den FCN. Wilde schlug ein, war wegen seiner Schnelligkeit und Ballsicherheit im Zweikampf stark, sprang aber auch meist höher als die Gegner – die Luftkämpfe gewann der Mittelfeldspieler so gut wie immer. Auch zu Saisonbeginn spielte er in Jabers System eine tragende Rolle.

Großer Verlust

„Das ist ein großer Verlust. Wir wussten über die Situation Bescheid, aber dass es so schnell geht, hat uns jetzt doch überrascht“, sagte Nordkirchens Trainer Issam Jaber.
Ganz weg ist Wilde jedoch noch nicht. „Wenn er in den Semesterferien hier ist, stößt er zur Mannschaft dazu. Er entscheidet das aber“, sagte Jaber. Das bestätigte auch der Mittelfeldspieler.

Wilde kann zudem sowohl für einen Kölner Verein als auch weiter für Nordkirchen auflaufen. Möglich machen das Statuten des DFB. Pendler können nämlich ein Zweitspielrecht beantragen, wenn zwischen Stamm- und Zweitverein mindestens 100 Kilometer Fahrt liegen. Der Zweitverein darf aber nicht überkreislich mit der ersten Mannschaft spielen, wie es auf der Internetseite des Westdeutschen Fußballverbandes heißt. „Ich habe Nordkirchen gesagt, dass ich mich noch zur Verfügung stellen werde. Auf vier bis fünf Spiele werde ich dann hoffentlich noch kommen“, sagte Wilde. Einen Klub in Köln werde er sich erst einmal jedoch nicht suchen. „Erst startet das Studium. Und dann werde ich mal sehen, wie es klappt.“

 

Quelle: Ruhr-Nachrichten