Dienstag, 12. Dezember 2017

Bezirksliga 8

Torwart Marc Philipps hilft als Feldspieler aus

Nordkirchen Marc Philipps muss beim FC Nordkirchen als Feldspieler aushelfen. Für den Torwart waren es seit seiner Rückkehr ans Schloss die ersten Ligaminuten.

Torwart Marc Philipps hilft als Feldspieler aus

Marc Philipps (r.) wurde von Trainer Issam Jaber eingewechselt. Foto: Reith

Dass Torwart Marc Philipps seinen ersten Ligaeinsatz für den FC Nordkirchen ausgerechnet auf dem Feld haben würde, damit hatte Nordkirchens Ersatzkeeper nicht gerechnet. Am Sonntag wechselte Trainer Issam Jaber Philipps notgedrungen ein. Seine einzigen beiden Feldspieler auf der Bank hatte er schon gebracht, doch dann humpelte auch noch Patrick Broszat (siehe nebenstehende Meldung). Also stülpte sich Philipps das Trikot von Stürmer Marcel Voß über und kam für die Schlussminuten.

„Ich hatte vor dem Abpfiff durchgezählt und Issam schon gefragt, ob ich das rote Torwarttrikot anziehen soll oder doch das andere“, sagte Philipps am Montag. Das Grinsen konnte er sich bei der Einwechslung nicht so recht verkneifen – trotz 0:2-Rückstands zu diesem Zeitpunkt. „Ich hatte noch Glück, dass Marcel Voß krank war und ein Trikot in XL übrig war. Das will ja keiner sehen, wenn ich da in Größe L rumlaufe“, sagte Philipps im Scherz. Es war übrigens nicht sein erster Einsatz im Feld für Nordkirchen. Bevor er für den TuS Ascheberg gespielt hat, half Philipps auch schon unter Trainer Heiko Ueding als Feldspieler aus, erzählte er.

 

Im Sommer verschob der 25-Jährige, der eigentlich aufhören wollte, dann das Karriereende und wechselte zurück nach Nordkirchen. Philipps kam als Nummer zwei hinter Stammtorwart Philipp Sandhowe – und das war ihm auch stets bewusst. „Philipp bringt eine Menge Erfahrung mit. Mich interessierte mehr das Projekt in Nordkirchen. Die Hälfte meines Freundeskreises spielt in der Mannschaft. Ich habe mir nie Illusionen gemacht und hoffe, dass ich Philipp im Training etwas scheuchen kann“, sagte Marc Philipps.

Einig waren sich die Trainer in der Frage, ob der Sieg verdient war. „Die erste Halbzeit war schwierig. Wir haben schon das Spiel gemacht, es war aber schwer, durchzukommen. Nordkirchen hat stabil gestanden, wie ich es mir vorgestellt habe, und war vorne immer gefährlich“, sagte Kaiseraus Trainer Marc Woller nach der Partie. Die Entscheidung hätte er sich aber eher gewünscht. „Wir hatten Konterchancen, die wir machen müssen. Die Chance von Timo (Anm.: Milcarek) war ja schon 110-prozentig“, sagte Woller. Wer Kaiserau stoppen kann? Wollers Antwort: „Wir uns selber.“

 

Quelle: Ruhr-Nachrichten