Dienstag, 25. September 2018

Bezirksliga 8

FC Nordkirchen zeigt zwei Gesichter

Nordkirchen Innerhalb von nur zwei Wochen hat der FC Nordkirchen einen Wandel hingelegt. Nach einem dürftigen Spiel in Unna hat sich die Mannschaft gesteigert – pünktlich zum ersten Jahrestag des Trainerwechsels.

 
FC Nordkirchen zeigt zwei Gesichter

Issam Jaber (l.) ist Mittwoch ein Jahr Cheftrainer in Nordkirchen. Am 7. März übernahm er die Mannschaft nach der Entlassung von Trainer Peter Wongrowitz. Sein Co-Trainer ist Florian Fricke (r.). Foto: Reith

Was hatte Issam Jaber, Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen, geschimpft nach der Niederlage vor zwei Wochen in Unna. Dort hatte der FCN eine der schlechtesten Saisonleistungen abgerufen und war mit 0:3 untergegangen.

Ganz anders der Auftritt gegen den Tabellensiebten Holzwickeder SC II vergangene Woche. Da drehte Jabers Mannschaft einen Rückstand. Zu dem kam es am Sonntag beim überzeugenden Sieg gegen den Zehnten FC Roj erst gar nicht. Nordkirchens zweithöchster Saisonsieg war gleichzeitig das zweite Spiel, in dem der Tabellenfünfte die Null hinten hielt.

„Letzte Woche gegen Holzwickede war die zweite Halbzeit schon gut. Gegen Roj war es noch einmal ein ganz anderes Level. Das hatte richtig etwas mit Fußball zu tun. In der Mannschaft haben alle füreinander gekämpft“, sagte Jaber. Dabei musste er improvisieren. Hinten in der Viererkette spielte Florian Fricke anstelle von Marcel Tönning, der kurzfristig privat verhindert war. „Fricke hat es hinten überragend gemacht. Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, sagte Jaber. Und im Mittelfeld verzichtete er auf den erkrankten Bülent Gündüz, was Marvin Fritsche seinen ersten Startelf-Einsatz bescherte.

Einzelne Spieler wollte Jaber aber am Montag gar nicht hervorheben. Zu gut sei die Mannschaftsleistung gewesen. „Wir sind vorne früh angelaufen und dahin gegangen, wo es wehtat. Die Mannschaft hat toll gearbeitet“, sagte Jaber.

Jaber, der exakt am Mittwoch vor einem Jahr das Amt des entlassenen Trainers Peter Wongrowitz übernommen hatte, ist mit seiner Elf nun wieder voll in der Spur. Seine Bilanz ist gut: 13 Siege, 10 Unentschieden und erst 6 Niederlagen stehen in Jabers Privatbilanz als Trainer.

„Die Zeit ging so schnell rum. Ich bin sehr gerne Trainer und habe Spaß mit der Truppe“, sagte Jaber, „ich werde zwar immer erwähnt, aber im Hintergrund sind auch Leute, die ein Lob verdient haben. Ich bin kein Diktator, der sagt, wie es läuft.“ Die Stimmung im Lager des FC Nordkirchen hat sich, verglichen mit dem Unna-Spiel, um 180 Grad gedreht.

 

Quelle: Ruhr-Nachrichten