Donnerstag, 20. September 2018

Saisonvorbereitung 2018/19 1. Mannschaft

FC Nordkirchen startet mit großem Kader in die Vorbereitung

 

40 Profis hatte Felix Magath mal beim FC Schalke 04 im Kader. So groß ist der Kader beim FC Nordkirchen zwar noch nicht, doch verfügt Issam Jaber über die dickste Personaldecke seit Jahren am Schloss.


Die Neuzugänge beim FC Nordkirchen (o.v.l.): Thomas Eroglu, Janis Drees, Daniel Krüger, Benedikt Raddatz, Issam Jaber (Trainer), (u.v.l.) Robin Schwick, Lorenz Jücker, Niklas Neumann, Tim Bröer und Dominick Lünemann © Reith

Einen Auftakt mit so einem großen Kader hat es beim Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen schon lange nicht mehr gegeben. Heiko Ueding pflegte den Umgang mit kleineren Gruppen und auch Peter Wongrowitz hatte trotz vieler Neuzugänge nicht die Auswahl aus so vielen Spielern, wie Coach Issam Jaber sie bei der Gestaltung seiner Elf zur Verfügung hat.

24 Spieler waren in Montur beim Auftakt am Montagabend auf dem Rasenplatz, darunter auch alle Neuzugänge. Einer konnte aber nicht mitmachen: Thomas Eroglu ist vor zwei Wochen am Außenband im rechten Knie operiert worden. „Ich rechne nicht damit, dass ich in der Hinrunde noch einmal ein Spiel mache“, sagte er, das Bein in eine dicke Schiene gehüllt, die vom Oberschenkel fast bis zum Knöchel reicht. Das Trainingshirt für das Mannschaftsfoto zog er sich trotzdem über.

Ebenfalls auf dem Foto standen am Montagabend Henning Raesfeld und Maximilian Radke aus der zweiten Mannschaft. Ob sie am Ende auch zum festen 22er-Kader zählen, will Jaber bis zum Saisonstart entscheiden. Die Rechnung ist simpel: 29 Spieler sind im Kader – macht sieben Streichkandidaten. „Einige werden in die Zweite gehen“, bestätigte Jaber.

In Lars Wannigmann fehlte ein weiterer Reservist krankheitsbedingt. Von den gestandenen Spielern fehlten Offensivmann Raphael Lorenz (Hochzeitsvorbereitungen) und Stürmer Marcel Voß (beruflich). Außenverteidiger Fernando Manfredi beobachtete das Training mit einer langwierigen Schambeinentzündung in zivil.

Der Auftakt begann beim FCN dann auch sehr ruhig. Eine kurze Ansprache des Vorstandes, ein paar organisatorische Dinge, der obligatorische Kreis – dann zog sich Jaber mit seinem Team zu einer ersten längeren Ansprache ohne Presse zurück, schließlich noch ein Abschlussspiel. „Die Spieler kriegen heute eine Ansage von mir. Ich werde sagen, wie ich mir die Saison vorstelle“, sagte Jaber vor dem Training. Ob darin etwas anderes kommuniziert wurde als nach außen? Die offiziellen Saisonziele sind zwar forsch, aber echte Kampfansagen vermeiden Jaber („die Plätze zwei bis fünf“) und Fußballchef David Handrup („wir wollen nach oben schauen“) bisher.

Die Vorbereitung ist mit fünf Wochen kurz. Ab Dienstag will Jaber dann auch die Intensität mit einem Cooper-Test anziehen. „Wir sind aber keine Leichtathleten. Fußball ist kein Ausdauersport, sondern ein Intervall-Sport“, stellte er klar. Dass er weiß, wie weh Intervalle tun können, konnte man seinem Gesichtsausdruck ansehen. Die Frage ist nun, was Jaber aus dem Kader rausholt.

 

Quelle: Ruhr Nachrichten

 

Quelle: Fussball.de