Samstag, 20. Oktober 2018

Holzwickede 2 - FC Nordkirchen 07.10.2018

Die Serie des FC Nordkirchen hält auch in Holzwickede an

Am Ende wird der 4:1-Sieg von Holzwickede als souveräner in Erinnerungen der Nordkirchener bleiben, als er phasenweise war. Vor allem in Halbzeit eins hielt der Gastgeber richtig gut dagegen.
 

Daniel Krüger (r.) umarmt Vorbereiter Joachim Mrowiec nach dem schnellen 2:0 kurz nach der Pause. © Sebastian Reith

 

WERBUNG

 

 

Holzwickede II – Nordkirchen 1:4 (0:1)

FC Nordkirchen: Sandhowe - Venneker, Tüns, Fricke, Bröer (78. Neumann), Fritsche (45. Närdemann), Schwick, Lünemann, Mrowiec, Trawinski, Krüger (70. Rabitsch)
Tore: 0:1 Fricke (33./Foulelfmeter), 0:2 Krüger (48.), 0:3 Bröer (67.), 0:4 Lünemann (78.), 1:4 Heiss (87.)

 

Apropos am Boden: Nach seinem Jokertor vor einer Woche stand Nordkirchens Patrick Trawinski wieder in der Startelf. Nach 90 Minuten, in denen Trawinski über links zu den Aktivposten im Nordkirchener Angriff gezählt hatte, lag Trawinski ausgepumpt und auch etwas enttäuscht auf dem Kunstrasenplatz am Haarstrang. So gerne hätte Nordkirchens Top-Torjäger der Vorsaison sein zweites Tor der laufenden Spielzeit geschossen. Doch daraus wurde nichts, weil Trawinski zweimal am Holzwickeder Schlussmann scheiterte – oder andere Tore per Querpass auflegte. „Ich hätte unheimlich gerne Trawinski ein Tor gegönnt, der ein Supersuperspiel abgeliefert hat“, sagte hinterher sein Trainer Issam Jaber begeistert.

 

Doch Nordkirchen durfte sich als Sieger fühlen. Zu gut war wieder einmal die zweite Hälfte, Nordkirchens Spezialität in dieser Saison. In fünf der letzten vier Spiele hat Nordkirchen erst in Halbzeit zwei entweder einen Rückstand aufgeholt oder den Siegtreffer erzielt. Das spricht für Ausdauer. Schon drei Minuten nach dem Seitenwechsel hatte Joachim Mrowiec so viel Platz, dass er ungehindert Daniel Krüger in der Mitte bedienen konnte. Der hatte noch mehr Platz, hielt die Innenseite hin – 2:0. Tim Bröer machte 20 Minuten später mit dem 3:0 schon alles klar. Patrick Trawinski flankte nach innen, Mrowiec vergab noch, Bröer nutzte dann den Abpraller.

 

Danach gingen die Köpfe der Holzwickeder merklich runter – und das Scheibenschießen begann. Dominick Lünemann verschaffte sich nach einer Hereingabe verbal den Platz, den er brauchte. Alle Nordkirchener gingen artig zur Seite, Lünemann traf zum 4:0. Trawinski hätte sich für seine gute Leistung dann belohnen können, vergab aber völlig frei (80.) und fand in Keeper Robin Golisch (82.) seinen Meister – bei ihm wollte der Ball einfach nicht reingehen.

 

Für den Tabellenzweiten ist der Meisterschaftskampf nach dem Patzer von Verfolger Eichlinghofen jetzt nur noch ein Zweikampf mit Bövinghausen. Sechs Punkte hat sich das Spitzenduo nach neun Spielen vom Tabellenmittelfeld abgesetzt.

 

Vor der Pause machte Holzwickede phasenweise das Spiel. Richtig gefährlich wurde es aber nie. Philipp Sandhowe verlebte bis zum Anschluss auf 1:4 einen fast beschäftigungslosen Fußballnachmittag. Doch zwingend wurde auch Nordkirchen zu selten. Die beste Chance hatte in der ersten halben Stunde Mrowiec – abgeblockt.

 

Kurz danach foulte aber Yannick Rosenbaum Nordkirchens Stürmer Daniel Krüger klar. Florian Fricke, der vor einer Woche verschossen hatte, durfte wieder ran – ganz sicher. Nordkirchen führte, musste aber auch früh verletzungsbedingt wechseln. Dennis Närdemann kam vor der Pause für Kapitän Marvin Fritsch, der einen Schlag auf den Knöchel bekam und später mit Kniebandage davonhumpelte. „Es ist etwas dick geworden“, sagte Fritsch. Sein Ausfall wäre ein teurer Preis für verdiente drei Punkte.

 

Quelle: Ruhr-Nachrichten