Donnerstag, 13. Dezember 2018

Dorstfelder SC - FC Nordkirchen 04.11.2018

Nordkirchens Offensiv-Express überrollt den Dorstfelder SC

Der FC Nordkirchen wurde seiner Favoritenrolle gegen den Dorstfelder SC gerecht. Besonders in der zweiten Halbzeit spielte sich der FCN in einen Rausch. Lüdinghausen verliert hingegen hoch.
 
 

Dennis Närdemann (v.l.), Patrick Trawinski und Dominick Lünemann jubeln, DSC-Torwart Benjamin Jung musste sieben Mal hinter sich greifen. © Carl Brose

 

Bezirksliga 8
Dorstfeld – FC Nordkirchen 0:7 (0:2)

FC Nordkirchen: Sandhowe - Jücker, Venneker, Tüns (60. Mangels), Eroglu, Närdemann, Bröer, Lünemann, Trawinski (73. Tönning), Mrowiec (65. Rabitsch), Schwick

Tore: 0:1 Närdemann (22.), 0:2 Venneker (45.), 0:3 Mrowiec (49.), 0:4 Trawinski (69.), 0:5 Närdemann (70.), 0:6 Schwick (78.), 0:7 Rabitsch (80.)

Kurz vor Spielbeginn rief der Dorstfelder Trainer Peter Brdonkalla mit dem Spielberichtsbogen in der Hand noch einmal hektisch seinen Abwehrchef zu sich: „Guck hier, die Nummer 19 von Nordkirchen, das ist dieser große, bewegliche Stürmer. Da müssen wir aufpassen.“ Die Warnung sollte sich als berechtigt herausstellen. Denn gemeint war natürlich der Nordkirchener Angreifer Joachim Mrowiec und der traf etwas später zum vorentscheidenden 3:0 (49.) und krönte damit seine starke Leistung.

Doch Mrowiec war am Sonntag nur ein Teilstück einer überragenden FCN-Offensive. Zusammen mit seinen Nebenmännern Dennis Närdemann und Patrick Trawinski bildete er gegen Dorstfeld ein gefährliches Angriffs-Trio, das vor allem durch eine große Variabilität überzeugte. Immer wieder tauchte ein anderer der drei im Sturmzentrum auf, während die anderen beiden dann über die Außen kamen. So provozierten sie Unordnung in der Dorsfelder Hintermannschaft.

In der 22. Minute war es dann Närdemann, der das zum ersten Mal ausnutzte. Nach einer Flanke von Robin Schwick musste er freistehend aus acht Metern nur noch einköpfen. Nur fünf Minuten später hätte Närdemann schon seinen zweiten Treffer markieren können, doch eine Hereingabe von Trawinski nickte er aus fünf Metern daneben (27.). „Die Chancenverwertung ist eigentlich fast das Einzige, was ich heute bemängeln kann. Wir hätten schon noch das ein oder andere Tor mehr machen können“, sagte der Nordkirchener Trainer Issam Jaber.

Tatsächlich vergab Nils Venneker nur nochmal fünf Minuten später nach einem Standard die nächste gute Chance (32.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff machte es Venneker aber dann nochmal besser und legte den Ball nach Kopfballablage von Närdemann aus fünf Metern am Torwart vorbei zum wichtigen 2:0 (45.).

Auch nach der Pause knüpften die Nordkirchener wieder an die starke Offensiv-Leistung an. Besonders Trawinski stach im zweiten Durchgang heraus. Nachdem seine erste Hereingabe noch das Ziel verfehlt hatte, fand er schon mit seiner nächsten den Kopf von Mrowiec und der köpfte ein (49.). Damit war das Spiel im Prinzip entschieden.

Die Nordkirchener ließen aber nicht vom Gas ab und spielten weiter mit voller Wucht nach vorne. Die nun immer größer werdenden Lücken in der Dorsfelder Abwehr wurden brutal ausgenutzt. So war Trawinski in der 69. Minute nach nur einem Steilpass frei durch und markierte das 4:0. Direkt im Anschluss traf Närdemann nach Ablage von Trawinski aus zehn Metern zum 5:0 (70.).

Peter Brdonkalla, Trainer vom SC Dorsfeld, musste mit ansehen, wie seine Mannschaft in ihre Einzelteil auseinander fiel: „Nach dem 3:0 war gar keine Spannung mehr da. Wir haben uns einfach auseinander nehmen lassen und haben alle wichtigen Tugenden vermissen lassen. Das darf nicht passieren.“ Schwick markierte in der 78. Minute noch per sehenswerten Fernschuss aus 18 Metern den schönsten Treffer des Tages. Bevor der eingewechselte Jan Rabitsch den Schlusspunkt setzte.

Quelle: Ruhr-Nachrichten