Donnerstag, 13. Dezember 2018

FC Nordkirchen - Viktoria Kirchderne 18.11.18

FC Nordkirchen dreht Topspiel nach holprigem Start noch

Der FC Nordkirchen dreht gegen Kirchderne das letzte Hinrundenspiel durch Tore von Venneker und Krüger, blickt aber auf eine schwache erste Halbzeit zurück.

Robin Schwick springt Nils Venneker, Torschütze zum 1:1 vor Glück auf den Rücken. In der zweiten Halbzeit steigerte sich Nordkirchen stark. Das 2:1 war am Ende etwas glücklich. Daniel Krüger (l.) schoss danach das Siegtor. © Sebastian Reith

Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen hält sich auch gegen Viktoria Kirchderne schadlos. Das letzte Hinrundenspiel der Saison gewann der Tabellenzweite dank einer Steigerung in der zweiten Hälfte noch mit 2:1, aber mit Ruhm bekleckerte sich die Elf von Trainer Issam Jaber nicht.

 

Bezirksliga FC Nordkirchen – Kirchderne 2:1 (0:1)

FC Nordkirchen: Sandhowe - Venneker, Tönning (78. Mangels), Fricke, Närdeman, Fritsche (65. Eroglu), Schwick, Tüns, Mrowiec, Trawinski, Krüger (81. Lorenz)

Tore: 0:1 Olesch (40.), 1:1 Venneker (55.), 2:1 Krüger (78.)

Gelb-Rote Karte: Mohsen Beouyenzer (89.,Foul/Kirchderne)

Nach Abpfiff stimmten die Nordkirchener auf Tim Bröers Geburtstag ein Ständchen an, jenen Mittelfeldspieler, der ausgerechnet an seinem Geburtstag eine Gelb-Rot-Sperre absitzen musste und der im Mittelfeld schmerzlich vermisst wurde. Nicht, dass der FC Nordkirchen keinen adäquaten Ersatz hätte: Aber Marvin Fritsche, der nach Fingeroperation sein Startelf-Comeback gab, fehlte eindeutig Rhythmus und ein bisschen Fitness. Und sein Nachbar Dennis Närdemann erwischte einen ganz blassen Tag – so kam es, dass Nordkirchen sich bis auf Robin Schwicks gefährlichen Freistoß unter der Mauer hindurch keine nennenswerten Torchancen in Halbzeit eins erspielte.

„Wir haben Kirchderne aggressiv erwartet, aber dass es noch so schwer wird, hatte ich mir nicht erhofft. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen und ich war mit der Mannschaftsleistung auch nicht zufrieden“, sagte Issam Jaber, Trainer der Nordkirchener nach Spielschluss. Vier Minuten vor der Pause traf David Olesch zum 1:0 für Kirchderne. Das war zu diesem Zeitpunkt verdient. Viktoria Kirchderne spielte abwartend, schaltete immer wieder blitzschnell um, doch das Gegentor fiel nach einem Einwurf. Am zweiten Pfosten war Olesch völlig frei.

Aggressive zweite Hälfte bringt den ersehnten Erfolg

Mit wütenden Angriffen lief Nordkirchen in Halbzeit zwei an. Issam Jaber hatte vom 3-4-2-1 auf ein 4-3-3-System umgestellt, was auch fruchtete. Joachim Mrowiecs Flanke fand Patrick Trawinski – der köpfte an den Pfosten und den Abpraller verwandelte Nils Venneker aus sieben Metern.

Glück hatte Soufyan Mohsen Beouyenzer eine Viertelstunde vor dem Ende. Und Pech hatte Nordkirchen. Denn der Kirchderner hatte Trawinski auf dem Weg zum Tor klar am Trikot gezogen und kam mit Gelb davon. Damit war er gut bedient. Denn Trawinski wäre durch gewesen und wäre wohl zum Torabschluss gekommen. Mohsen Beouyenzer flog aber doch noch. Zwei Minuten vor Schluss zupfte er wieder am Stoff – das war dann die überfällige Ampelkarte.

13. Saisonsieg für Nordkirchen etwas glücklich

Das Tor zu Nordkirchens 13. Saisonsieg schoss dann Daniel Krüger. Schwick flankte, Trawinski nahm den Ball gekonnt an und legte dann mit der Hacke in den Krügers Lauf vor. Der zog ab und drehte in seiner altbewährten Jubelmanier ab. Spiel gedreht, alles gut.

 „Die zweite Halbzeit war das, was wir auch können: aggressiv, Ball laufen lassen, Schnelligkeit, Umschaltspiel. Mit der ersten Halbzeit war ich nicht einverstanden, aber das wissen die Spieler“, sagte Jaber. Kirchderne-Coach Florian Buchholz ärgerte die Niederlage: „Wir haben nicht verdient verloren. Die erste Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“

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