Montag, 24. Juni 2019

04.04.19 FC Nordkirchen - SC Greven 3:2 (2:0)

Die 1. Mannschaft steht im Kreispokal-Halbfinale gegen 1. FC Gievenbeck (Oberliga)

FC Nordkirchen: Sandhowe - Venneker, Fricke (62. D. Eroglu), Kutscher, Manfredi (31. Mangels), Fritsche (70. Rabitsch), Bröer, Närdemann, Lünemann, Mrowiec, Krüger

Tore: 1:0 Bröer (14.), 2:0 Venneker (45.), 3:0 Lünemann (60.), 3:1 Kriwet (84.), 3:2 Kücükosman (90.)

Am Ende war es ganz schön eng, dabei bot Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen beim 3:2 gegen den SC Greven ein über weite Strecken gutes Spiel.
 
 

Marvin Fritsche (r.) und Fernando Manfredi (l.), die später verletzt runter mussten, beglückwünschten Tim Bröer (M.) zum 1:0. © Sebastian Reith

Spannend wurde es nur in den Schlussminuten eines Kreispokal-Viertelfinales, das Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen gegen den SC Greven 85 Minuten beherrscht hatte.

Es blieb am Donnerstagabend ein etwas bitterer Nachgeschmack eines ansonsten tollen Pokalspiels. Das hatte zwei Gründe. Erstens humpelte nach den 90 Minuten die halbe Nordkirchener Mannschaft. Fernando Manfredi und Marvin Fritsche waren hatten Schläge auf den Knöchel bekommen wie auch Joachim Mrowiec, der aber auf die Zähne biss. Nils Venneker war ebenfalls lange am Knie behandelt worden. Gar nicht erst dabei waren die Youngster Patrick Trawinski und Robin Schwick, die Trainer Issam Jaber schonte.

Aber ob dem gesamten Sextett die kurze Regenerationspause bis zum Holzwickede-Spiel am Sonntag (15 Uhr, Am Schloßpark, Nordkirchen) reicht, ist fraglich. Zweiter Grund war die Schlussphase, in der die Mission Halbfinale nach sicher geglaubter 3:0-Führung fast noch in die Verlängerung gegangen wäre. Am Ende rettete Lennart Kutscher am langen Pfosten, indem er den einschussbereiten Grevener entscheidend beharkte (90.). Und so waren es hinterher etwas ratlose und müde Nordkirchener Gesichter, die da vom Feld schritten. „Wir haben die Ordnung komplett verloren und haben Vogelwild gespielt“, sagte Mittelfeldspieler Tim Bröer, „wir haben 85 Minuten gut gespielt. Es steht 3:0. Eigentlich ist das Thema durch.“

Tim Bröer zum 1:0

Bröer hatte Nordkirchen nach einer Viertelstunde mit einem Flachschuss aus 16 Metern in Front geschossen. Das war verdient. Denn Nordkirchen presste von der ersten Minute an, entwickelte Spielwitz und spielte richtig guten Fußball. Es war nach zuletzt durchwachsen spielerischen Leistungen einer der besseren Auftritte des Jahres 2019, „vielleicht sogar mit der beste“, wie Bröer treffend bemerkte.

Nordkirchen verlor fast keinen Zweikampf. Und wenn, wie bei Nils Venneker, der als letzter Mann den Ball vertändelte, dann holte ihn sich Venneker im Laufduell bärenstark zurück. Dominick Lünemann traf nach einer halben Stunde den Pfosten. Vennekers 2:0 mit der Innenseite nach einer Ecke von Dennis Närdemann wurde der Kräfteverteilung auf dem Feld gerecht. Nordkirchen war klar besser als der Bezirksliga-Vierte, dem die frühe Anstoßzeit um 19.15 Uhr an einem Wochentag gar nicht passte. „Wir können damit ein Stück weit zufrieden sein, mit der Schlussphase nicht“, sagte Kapitän Florian Fricke.

Als Lünemann dann nach einer Stunde das 3:0 erzielte, war das Pokalspiel im Dauerregen auf dem Kunstrasenplatz eigentlich schon erledigt. „Es war ein absolut verrücktes Pokalspiel. Wir haben uns das nicht gewünscht, aber die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen und wir sind eine Runde weiter“, sagte Fricke. Schon in zwei Wochen steht dann das Halbfinale an. Terminiert ist die Partie noch nicht. Aber Gegner ist Oberliga-Schlusslicht 1. FC Gievenbeck und Nordkirchen hat Heimrecht – die Neuauflage des Erstrunden-Aus 2017. Damals gab es eine 0:7-Klatsche. Doch diesmal geht es um das Finale an Christi Himmelfahrt (5. Mai) und damit um die Qualifikation für den Westfalenpokal, in dem dann ein ganz großes Los im Topf warten könnte.

Quelle: Ruhr-Nachrichten