Freitag, 27. April 2018

Bezirksliga 8

FCN ohne Abwehrchef Tönnig in Brambauer

Personalprobleme quälen den Bezirksligisten FC Nordkirchen wieder. Vor dem Spiel beim Spitzenreiter BV Brambauer-Lünen muss Trainer Peter Wongrowitz wieder umbauen. Drei Spieler, die vergangenen Spieltag in der Startelf standen, fehlen. Doch dafür darf Torjäger Raphael Lorenz wieder auf Torejagd gehen.


  • Marcel Tönning (Mitte) laboriert an einer Oberschenkelverletzung.

    Marcel Tönning (Mitte) laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Foto: Sebastian Reith

Fußball: Bezirksliga 8
BV Brambauer - Nordkirchen
Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz, Glückauf-Arena, Am Freibad, Lünen

Jonas Wilde hat vergangenen Sonntag gegen den VfL Kamen (2:4) die fünfte Gelbe Karte gesehen. Der Mittelfeldspieler fehlt damit gesperrt am Sonntag beim Spitzenreiter. Ebenfalls nicht dabei sind Stürmer Marcel Voß wegen einer Bindehautentzündung und Abwehrchef Marcel Tönning, der sich den Oberschenkel gezerrt hat. Weiter stehen Dalibor Mikuljanac (Bänderriss), Maximilian Muck (krank) und Sascha Hoffmann (Trainingsrückstand) nicht im Kader.

Ob Trainer Peter Wongrowitz Ersatz aus der zweiten Mannschaft mitnimmt, wusste er noch nicht. Auf jeden Fall hat er Jan Rabitsch auf dem Zettel, der für die zweite Mannschaft in der B-Liga schon zwölf Treffer erzielt hat. „Ich habe ihn schon ein paar Mal gesehen. Ob er es sein wird, weiß ich noch nicht“, sagte Rabitsch. Alexander Ruscher steht auf eigenen Wunsch im Tor. Dafür rotiert Robin Sonntag in den kommenden Wochen zurück zwischen die Pfosten. Bis auf Dennis Köse und Marcel Bieber sind Wongrowitz nicht viele Spieler bekannt. „Die haben 24 Punkte. Das ist eine gute Ausbeute“, sagte der Trainer des Tabellenachten.

„Es sind zwei Wochen der Wahrheit“, sagte Brambauers Trainer Thorsten Nitsche. Mit Nordkirchen am morgigen Sonntag und mit dem Derby gegen Wethmar in der Woche drauf bekommt es das Team mit zwei stärkeren Mannschaften zu tun. „Ich erwarte Nordkirchen im oberen Tabellendrittel. Der FCN hat ein spielstarkes Team. Es wird ein schweres Spiel“, meinte Nitsche, der einen vollen Kader hat. Die Derbyniederlage haben die Brambauer verkraftet. „Manche von uns haben nicht das abgerufen, was gerade in einem Derby zwingend notwendig ist. Zudem haben wir unsere Chancen nicht genutzt.“

Quelle: Ruhr-Nachrichten

Bezirksliga 8

   
FC Nordkirchen - VfL Kamen 2:4 (2:1)
FCN: Sonntag, Fricke, Gündüz, Wilde, Mangels, Tönning, Voß (80. Del Canton), Peterson, Polok, Wiggershaus, Borszat (80. Tüns)  
Tore: 1:0 Fricke (20./FE), 1:1 Potthoff (44.), 2:1 Gündüz (45.), 2:2 Gretenkort (65.), 2:3 Lindner (68.), 2:4 Franke (86.)  

 

Trainerbilanz

Was Peter Wongrowitz beim FCN bisher bewegt hat

100 Tage hatte Peter Wongrowitz bislang Zeit, um den Fußball-Bezirksligisten FC Nordkirchen nach seinen Vorstellungen zu formen. Was ist ihm gelungen? Woran fehlt es noch? Eine Zwischenbilanz seiner Arbeit am Schloss.

 
  • Peter Wongrowitz dirigiert, spricht mit den Spielern und regt sich auf, wie er will. Das brachte ihm schon einmal einen Verweis vom Schiedsrichter ein. Den Mund lässt er sich aber nicht verbieten.

    Peter Wongrowitz dirigiert, spricht mit den Spielern und regt sich auf, wie er will. Das brachte ihm schon einmal einen Verweis vom Schiedsrichter ein. Den Mund lässt er sich aber nicht verbieten. Foto: Sebastian Reith

Kader vergrößern: Schon lange bevor Wongrowitz das Amt von Heiko Ueding und André Alter übernahm, hatte der neue Nordkirchener Trainer an seiner Mannschaft gefeilt. „Der Verein hat festgestellt, dass der Kader zu klein ist“, sagte Wongrowitz, der deshalb auf steinige Shopping-Tour ging. Viele Neuzugänge waren zwar das Ergebnis, Wongrowitz fing sich bei der Suche aber auch viele Körbe ein.

„Ein Versicherungsvertreter macht auch nicht jeden Tag einen Abschluss. Ziel war es, die Mannschaft zu verstärken. Auch in der Breite“, sagte Nordkirchens Trainer – was ihm letztlich auch gelang: Der Kader ist gewachsen. Ein dicker Pluspunkt. Dünn besetzt ist nur die Offensive. Wongrowitz: „Wir haben drei Stürmer. Da könnten wir noch jemanden gebrauchen.“

Qualität im Kader heben: Mit Florian Fricke, den Wongrowitz gleich zum Kapitän beförderte, und Bülent Gündüz hat Nordkirchen auch zwei Top-Leute dazubekommen. Eingeschlagen wie sie sind allerdings nicht alle Neuzugänge. Daniel Czysch und Sascha Hoffmann laufen beispielsweise größtenteils unter dem Radar der Öffentlichkeit in Nordkirchen mit.

Kader verjüngen: Dieses Ziel hat Wongrowitz weit verfehlt. Dabei hatte der Trainer vor Amtsantritt angekündigt, dass er gerne mit jungen Spielern aus der Umgebung arbeiten wolle. „Wir wollten A-Jugendliche holen, was aber nicht geklappt hat“, gab Wongrowitz zu.

Integration der Neuzugänge: „Ich glaube, dass der Zusammenhalt da ist“, sagte Wongrowitz und verwies auf die Moral der Mannschaft bei Niederlagen und Rückständen. „Wir sind auf dem Weg, eine Mannschaft zu werden. Und das hat nichts mit Ergebnissen zu tun.“

Taktik: Wongrowitz bemängelte viele taktische Defizite. Verbesserungen sind aber sichtbar. „Das ist natürlich noch nicht so, wie ich mir das vorstelle“, sagte er und bat um Geduld: „Es handelt sich dabei um lange Prozesse. Man muss viele Wiederholungen machen, damit sich Synapsen im Gehirn entwickeln. Das braucht seine Zeit.“ Taktisch ist Nordkirchen flexibler geworden. Aus der Grundordnung 4-4-2 stellt Nordkirchen gerne um auf 4-1-4-1 oder 4-2-3-1.

Punkteausbeute: Hier gibt es bisher keinen Fortschritt. Mit vier Siegen und schon fünf Niederlagen steht Nordkirchen vier Punkte schlechter da als vor einem Jahr. Damals hatte der FC 16 Punkte in neun Spielen gesammelt. Jetzt sind es nur noch 12. Stagnation statt Aufschwung. „Von den Ergebnissen her haben wir nicht so gezündet, wie erhofft“, erklärte auch der Trainer. Die erste Aufbruchstimmung war schnell dahin.

Strukturen schaffen: Wongrowitz hat vieles umgewälzt. Auslaufen nach den Spielen, Videoanalyse. „Wir machen viel mit dem Ball“, sagte Wongrowitz, der versucht, einen abwechslungsreichen Trainingsplan zu gestalten.

Kritikfähigkeit: Wongrowitz redet Tacheles. Immer. Aus dem Ruhrgebiet hat er mitgebracht, mit Fehlern und Problemen offen umzugehen – und auch anzusprechen, wenn etwas nicht läuft. „Ich rege mich auch auf“, sagte er unverblümt.

Quelle: Ruhr Nachrichten

Bezirksliga 8

 

   
FC Nordkirchen - TSC Eintracht Dortmund   1:4 (1:1)  
FCN: Ruscher - D. Mikuljanac, Wilde, Fricke, Peterson (72. Voß), Gündüz, Lorenz, Mangels, Tönning (80. Dal Canton), Wiggershaus, Polok (88. Hoffmann)  
Tore: 1:0 Gündüz (41.), 1:1 Brezing (45.), 1:2 Otto (75.), 1:3 Brezing (84.), 1:4 Brezing (90+2.)
Bes. Vork.: Rot für Lorenz (13., Tätlichkeit) 
 

Nordkirchen wehrt sich gegen Lorenz-Sperre

NORDKIRCHEN Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen geht juristisch gegen die Rote Karte gegen Raphael Lorenz vor. Nach Auskunft von Trainer Peter Wongrowitz habe Dirk Jacobs, Vorsitzender des FCN, Einspruch nach dem verlorenen Spiel gegen den TSC Eintracht Dortmund (1:4) eingelegt. Der Trainer selbst zeigt sich im Video erbost über die Leistung des Unparteiischen.


  • Co-Trainer Issam Jaber (l.) und Peter Wongrowitz (M.) verstehen die Welt nicht mehr. Schiedsrichter Rolf Rötzheim aus Raesfeld stellte Raphael Lorenz vom Platz. Er soll Nordkirchen noch weitere Male benachteiligt haben.

    Co-Trainer Issam Jaber (l.) und Peter Wongrowitz (M.) verstehen die Welt nicht mehr. Schiedsrichter Rolf Rötzheim aus Raesfeld stellte Raphael Lorenz vom Platz. Er soll Nordkirchen noch weitere Male benachteiligt haben. Foto: Reith

Lorenz hatte nach 13 Minuten die Rote Karte gesehen, nachdem er Thomas Dücker getreten haben soll. Die Chancen, der Strafe zu entgehen oder sie zumindest abzumildern, soll eine Videoaufnahme der Szene erhöhen. Wongrowitz hatte das Spiel zwecks Analyse aufgezeichnet. "Es war kein absichtliches Foul oder eine Tätlichkeit", sagte Wongrowitz, nachdem er die Bänder gesichtet hat. "Der Spieler kreuzt nur Raphaels Weg. Wenn es zum Kontakt kommt, ist das die Schuld des Gegenspielers."

Nordkirchens Trainer Peter Wongrowitz hadert mit dem Schiedsrichter

Dortmunds Abwehrspieler Thomas Dücker sprach dagegen am Montag nach dem Spiel von einer "klaren Roten Karte", nachdem Schiedsrichter Die Szene hatte außerdem eine Vorgeschichte, die keine Minute zurückreichte. Nach einem Foul von Lorenz an Dücker beschwerte sich der Nordkirchener Torjäger lautstark. Es folgte ein Freistoß, den Nordkirchen abwehrte. "Es sollte dann ein langer Ball gespielt werden. Ich habe dann einen Tritt ins Bein bekommen", beschrieb der 26-jährige TSC-Verteidiger die Szene, "es war eine Rote Karte, aber nichts Bösartiges. Das habe ich dem Schiedsrichter auch nach dem Spiel gesagt." Lorenz selbst war am Tag nach der Partie nicht erreichbar.

Ruhr-Nachrichten

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